04.02.2020
Politisches Weißwurstfrühstück der Freien Wähler Steinfeld

Gut besucht war das politische Weißwurstfrühstück der Freien Wähler (FW) Dorfgemeinschaft Steinfeld im Feuerwehrhaus. Dabei stellten sich Landratskandidat Christoph Vogel und Dr. Sonja Stahl aus Steinfeld als Kandidatin für den Kreistag vor, ebenso einige auswärtige Kreistagsbewerber und die Gemeinderatskandidatinnnen und -kandidaten der Freien Wähler Steinfeld. FW-Ortsvorsitzender Theobald Herrmann wertete bei seiner Begrüßung die Anwesenheit von Bürgermeister Günter Koser (CSU) und seiner Stellvertreterin Marion Gröbner als Zeichen für "das gute Miteinander" im Steinfelder Gemeinderat in der zu Ende gehenden Amtsperiode. Und für Christoph Vogel sei es ein Heimspiel, ist er doch gebürtiger Steinfeld.

Christoph Vogel, Freie-Wähler-Kandidat für das Amt des Landrats, nannte einige Schwerpunkte seiner Politik. So möchte er die Ansiedlung von Betrieben im Landkreis fördern, in Zeiten des demografischen Wandels der Landflucht entgegenwirken, indem er das Leben auf dem Land durch den Bau von Begegnungsstätten und Mehrgenerationenhäusern attraktiver gestalte. Auf die Frage von Theobald Herrmann und Gemeinderat Hubert Handel nach seiner Einstellung zur B26n, ein Thema, das den Steinfeldern besonders unter den Nägeln brenne, führte Vogel aus, er plädiere für den Bau der B26n, doch müsse man Kompromisslösungen finden, die dem Landkreis im Ganzen weiterhelfen würden. Vogel führte jedoch nicht aus, wie für ihn die "bestmögliche Lösung" aussehen könnte.

Zum Thema Krankenhaus meinte Vogel, der Bau eines modernen, gut ausgebauten Zentralkrankenhauses" in Lohr sei sinnvoll und "biete große Chancen für den Landkreis". Nötig sei aber auch, gut mit den niedergelassenen Ärzten zusammenzuarbeiten, neue Landärzte zu gewinnen und die Qualität der bestehenden Pflegeeinrichtungen zu erhalten.

Auf Nachfrage von Frank Seufert versprach Vogel, sich auch für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs einzusetzen, ein Anliegen v.a. der Dörfer auf dem flachen Land.

Dr. Sonja Stahl, Gemeinderätin von Steinfeld, möchte sich als Bewerberin für den Kreistag dort vor allem für die Senioren und für eine ökologische Neuausrichtung der Gemeinden einsetzen. Die vier weiteren anwesenden FW-Kreistagskandidaten Stephan Amend (Partenstein), Marco Pintar (Neuendorf), Peter Utsch (Eußenheim) und Armin Hartmann (Hasloch) appellierten an die Besucher, ihre Stimmen bei den Kommunalwahlen am 15. März den Bewerberinnen und Bewerbern aus den kleineren Gemeinden zu geben, damit deren Einfluss auf die Landkreispolitik gestärkt werde.

Bevor sich die Gemeinderatskandidaten der Freien Wähler Dorfgemeinschaft Steinfeld vorstellten, ging Ortsvorsitzender Theobald Herrmann auf zwei Schwerpunkte der Gemeinderatspolitik der Freien Wähler ein, für die sie sich nach seinen Worten schon in der laufenden Amtsperiode eingesetzt haben und auch in der kommenden einsetzen wollen. So sehe er es als Erfolg seiner Fraktion an, dass man Bürgermeister Günter Koser für die Forcierung der Dorferneuerung und die Erstellung eines Leerstandskatasters sowie die Verabschiedung einer Altortsatzung gewinnen konnte. Nun müsse es Ziel des Gemeinderates sein, in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen zu werden.

Ein weiteres wichtiges Anliegen sei die Schaffung einer Betreungseinrichtung für ältere Menschen in Steinfeld, wobei man da auf die Unterstützung des Landkreises angewiesen sei.

Foto: Beim politischen Weißwurstfrühstück der Freien Wähler Dorfgemeinschaft Steinfeld stellten sich Landratskandidat Christoph Vogel sowie die Bewerberinnen und Bewerber für den Kreistag und den Gemeinderat Steinfeld vor. Auf dem Bild von links die Kreistagskandidaten Peter Utsch, Armin Hartmann, Stephan Amend, Marco Pintar und Dr. Sonja Stahl, Landratskandidat Christoph Vogel sowie die amtierenden Steinfelder FW-Gemeinderäte Anja Herterich, Theobald Herrmann und Martin Schuhmann.